1.7.2026 Wort für heute – „halb leer oder halb voll“

als ich auf das Datum schaute, wurde mir bewusst, dass heute der Beginn der zweiten Jahreshälfte ist. 2026 ist schon halb rum. Die erste Hälfte ist schon „verbraucht“, aber die zweite liegt noch vor uns.
Es gibt ja die Redensart: „Ist das Glas halbleer oder halbvoll?“ Die Antwort darauf ist eine Frage der Perspektive, die in vielerlei Hinsicht eine Lebenseinstellung oder eine grundsätzliche Haltung beschreibt.
Ja, das Glas ist halbleer, ich habe schon die Hälfte des Jahres hinter mir, oder ich habe schon 50% - bei mir schon einiges mehr - meiner Lebenszeit verbraucht. Das kann einen unter Umständen auch mal pessimistisch stimmen.
Was habe ich bisher mit dem Jahr oder mit meinem Leben angefangen? Habe ich meine Ressourcen – meine Zeit, meine Kraft und meine Geld – richtig eingesetzt? Was ist daraus entstanden? Die Hälfte der Chancen und Möglichkeiten sind leider schon vorbei.
Wenn ich mich stattdessen auf die noch zur Verfügung stehenden Mittel und Möglichkeiten ausrichte, kann ich optimistischer werden: Ja, das Glas ist ja noch halbvoll, ich habe noch einiges vor mir und zur Verfügung und das kann ich genießen und auch gut nutzen.
Ich habe einmal von jemanden gehört, dass es noch eine dritte Lebenseinstellung gibt: „Mein Becher fließt über.“ Das ist ein Zitat aus Psalm 23, wo David poetisch sein Leben beschreibt, in dem er Gottes Versorgung und Güte erlebt hat.
„Der HERR ist mein Hirte … ER schenkt mir voll ein.“ sogar in Zeiten, in denen ich von schwierigen Menschen oder Lebensumständen bedrängt bin: „… im Angesicht meiner Feinde ...“
Das ist natürlich noch eine ganz andere Sache. Gott beschenkt und versorgt mich so gut, dass ich keinen Mangel mehr empfinden muss, sondern sogar Freude daran habe, anderen abzugeben und sie zu segnen, auch wenn mein Glas objektiv nur halb leer bzw. halb voll ist.
Dann könnte man nicht nur mit dem halbvollen Glas, sondern auch mit dem letzten „Tropfen“, der einem bleibt, dem letzten „Cent“ wie die Frau am Opferkasten oder den letzten Tagen im hohen Alter noch dankbar und ein Segen sein. So eine Haltung wünsche ich mir. Du auch?
„Lieber Jesus, Danke, dass DU mir voll und überfließend eingießt und mich reich beschenkst. Bitte hilf mir diesen Blick zu behalten oder immer wieder neu zu bekommen.“
Herzliche Grüße Euer Joachim 👑👋
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Bildquelle: Perplexity KI





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